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Äh, ja… Ein kurzer Rückblick auf 2021!

Was war das denn bitte schon wieder für ein Jahr? Und wieso dachten wir eigentlich Ende 2020, dass 2021 auch nur ansatzweise besser werden könnte? An 2022 habe ich deshalb einfach mal gar keine Erwartungen. Ich warte ab, was so kommt. Sowas ähnliches wie Normalität vielleicht? Bin gespannt.

Seit der Pandemie kommen mir die Jahre vor wie eine halbe Ewigkeit. Und gleichzeitig nur wie ein paar Wochen. Weil nichts passiert. Und wenn, dann irgendwie nichts gutes. Deshalb will ich auch gar nicht jeden einzelnen Monat durchkauen, sondern die Gelegenheit nutzen, um meine Gedanken zu ordnen.

Abschiede, Enttäuschungen und neue Menschen

„Mir ist kalt, ich geh‘ schon rein.“ – Wenn ich gewusst hätte, dass ich dich an diesem Tag zum letzten Mal sehe… Ja, was dann? Natürlich wäre ich dann noch länger draußen geblieben. Ich ärgere mich auch heute noch über mich selbst. Aber, so blöd es auch klingt: Hinterher ist man immer schlauer. Man kann die Zeit nun mal leider nicht zurückdrehen. Jetzt sitzt du irgendwo da oben mit deiner Zigarre und lachst dich über den Mist kaputt, den wir hier unten so verzapfen. Da bin ich mir sicher.

Ihr merkt, beschissener hätte das Jahr kaum beginnen können.

Auch ansonsten lief es zwischenmenschlich eher so semi-gut. Ein paar Leute entpuppten sich als absolute Enttäuschung, womit ich tatsächlich nicht gerechnet hatte. Aber wenn man sich unbedingt selbst ins Aus katapultieren möchte, bitte. Ich habe schon einige Personen aus meinem Leben gestrichen und kann diese Liste problemlos erweitern. Das mag im ersten Moment schade wirken, ist am Ende aber eine Erleichterung.

Ehe wir hier jetzt komplett in negativem Kram versinken, will ich zu den positiven Dingen kommen! Ja, die gab es auch. Und nein, zum Glück nicht in Form eines Corona-Tests. (Sorry, der musste sein.) Es existieren nämlich auch ein paar Menschen, die nicht vollkommen bescheuert sind. Einige davon lernte ich dieses Jahr kennen. Mit ihnen vergeht so manch langweiliger Tag gleich viel schneller.

Tschüß Provinz, hallo Berlin!

In diesem Sommer ist es passiert: Mit meinen 26 Jahren bin ich dann auch endlich mal zu Hause ausgezogen. Und was soll ich sagen? Nach einer nicht näher definierten Anzahl an klitzekleinen Nervenzusammenbrüchen und Existenzkrisen, fühle ich mich in meiner 1-Raum-Wohnung mittlerweile wirklich sehr wohl. (Ich meine: Berlin, ahhhhh!!!) Die seltenen Gespräche mit den Nachbarn beschränken sich auf „Hallo“ und „Haben Sie mein Paket angenommen?“. Finde ich gut. Meine Wohngegend ist ruhig. Sterbenslangweilig, um genau zu sein. Aber hey, wenigstens muss ich dann keine Organe verkaufen, um die Miete aufbringen zu können. Was ich stattdessen mache, erzähle ich euch später. Irgendwann. Vielleicht. (Spoiler-Alarm: Es ist weder illegal noch sonderlich interessant.)

Dann gab es noch ein TV-Highlight…

… und das war für mich der diesjährige Eurovision Song Contest. Während sich unser deutscher Act traditionell bis auf die Knochen blamiert hat, lief es für andere Länder wesentlich besser: Finnland schickte mit Blind Channel einer sehr coole Band ins Rennen. Auch der norwegische Sänger TIX war sehens- und hörenswert. Aber in eine Band verliebte ich mich auf den ersten Blick: Måneskin aus Italien. Style, Sound, Inhalt… Es passt einfach. Das sah der Rest von Europa zum Glück genau so und kürte sie zu den Gewinnern. Einziger Haken: Beim Ticketverkauf für das Konzert in Berlin waren dann leider alle anderen schneller als ich. Wer weiß, vielleicht passiert ja noch ein Wunder.

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