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Happy Halloween // Mel, the bloody bride

Beim Rennen von Haustür zu Haustür, um „Süßes oder Saures?!“ zu fragen, kam ich mir immer eher wie ein etwas deplatzierter Zeuge Jehovas vor. Und sich beim nicht mehr ganz so angenehmen Oktoberwetter den Hintern abzufrieren, um mehr oder weniger leckere Süßigkeiten einzusammeln, erschien mir auch nie so richtig sinnvoll. Mein persönliches, bis heute unvergessenes Highlight war eine seit fünf Jahren abgelaufene Tafel Schokolade. Als dann aber eines Tages das Herumlaufen durch eine Party und die Süßigkeiten durch Cocktails ersetzt wurden, begann ich, diese Halloween-Sache schon wesentlich sympathischer zu finden.

„It’s a nice day for a white wedding“ 🎶

Was ich allerdings schon von Anfang an mochte, waren die Kostüme! Ich liebe es, mich zu verkleiden und so für eine Weile in eine andere Rolle schlüpfen zu können. Da es mich dieses Jahr wohl leider auf keine Halloweenparty verschlagen wird, beschloss ich, mich wenigstens für ein kleines Fotoshooting in Schale zu schmeißen. Als ich die Perücke auf dem Dachboden wiederfand, erschien mir ein Brautlook drumherum ziemlich passend. Der Schleier ist eigentlich ein Jungesellinnenabschieds-Accessoire (Was für’n Wort!) von Amazon, das Kleid ergatterte ich für ’nen Fünfer bei Kleiderkreisel und das Kunstblut erledigte den Rest. Um das ganze etwas mehr „edgy“ zu gestalten, verpasste ich mir dazu noch einen Fake-Nasenring und schlüpfte in meine geliebten Doc Martens.

Bei welchem der Fotos zusätzlich eine winzig kleine Prise meiner Photoshopkünste enthalten ist, dürfte wohl relativ eindeutig erkennbar sein. Diese Gelegenheit musste einfach beim Schopfe gepackt werden (höhö) und entwickelte sich zu einem meiner Lieblingsbilder!

Jemanden zu finden, der in diesem Aufzug mit mir durch den Wald spaziert und davon auch noch gefühlt 5000 Fotos schießt, war dank meines schmerzfreien Cousinches zum Glück kein großes Problem – vielen Dank dafür. Ebenfalls dankbar bin ich für die Tatsache, dass es keine vorbeilaufenden Spaziergänger gab, die mich da als blutverschmierte Psychobraut herumliegen sahen. Zumindest fiel uns niemand auf. Anderseits hatte ich mich innerlich schon auf ein fieses „Boo!!!“ und eine anschließende Verfolgungsjagd eingestellt. Bei der Überlänge des Kleides wäre diese allerdings wohl recht kurz und weniger zu meinen Gunsten ausgefallen.

Was ich mit diesem Post sagen will: Happy Halloween! Genießt den Tag, habt Spaß beim Verkleiden, erschreckt ein paar Leute und nehmt euch einfach mal nicht so ernst! Ich werde nun, wie man das im 21. Jahrhundert eben so macht, rüber zu Instagram bewegen und dort ein paar Halloweenlooks liken. Vielleicht finde ich ja schon ein paar Inspirationen für die vielen Halloweens, die noch folgen werden.

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